28. Oktober 2014 15:13 von Maximilian Körbel (Kommentare: 0)

Kennt ihr das auch? Für eine iOS-App müssen für die verschiedenen Geräte unterschiedliche Auflösungen und damit Assets berücksichtigt werden. Wir zeigen, wie es schneller und vor allem auch besser geht:

3 Assetgrößen in einem PDF

Das Zauberwort in diesem Zusammenhang heißt Vektor-PDF. Vektorgrafiken sind normalerweise mit iOS nicht kompatibel und somit nicht zu gebrauchen? Das ist prinzipiell richtig, dennoch kann man skalierbare Dateien verwenden: Denn mit einem kleinen Trick kann man Vektorgrafiken auch auf Apples iOS nutzen und damit Zeit, Kosten und Energie im Design Management sparen.

Waren bei iOS für jeden Auflösungstyp, sprich für non-Retina, Retina und Retina-HD, noch jeweils ein Asset notwendig, lassen sich diese nun auf ein Minimum reduzieren. Des Rätsels Lösung ist denkbar einfach: Im ersten Schritt legt man die Vektorgrafik in non-Retina Auflösung (@1x) an und speichert diese als PDF-Datei ab. Der zweite Schritt wird dann leistungsschonend vom System ausgeführt und zur Laufzeit ohne Performance-Einbußen umgerechnet.

Tabelle Vergleich Vektor PDF und herkömmliche Methode

Der Trick dabei: iOS skaliert die Vektor-PDF Datei eigenständig, je nachdem welche Auflösung das zu bedienende Gerät vorweist, und erzeugt anschließend eine png-Datei. Dies bedeutet, dass ein iPhone 6 Plus mit Retina-HD-Auflösung die in @1x angelegte Datei automatisch so hochskaliert, dass die Größe und die Schärfe stimmt. Der Nachteil ist jedoch, dass die PDFs nicht variabel skaliert werden können, sondern vom System nur auf @2x und @3x gebracht werden. Eine manuelle Skalierung auf z.B. 135% ist verlustfrei – nach jetzigem Stand – nicht möglich. Um die Größe auf allen Geräten zu verändern, müsste man also eine neue Datei erstellen. Da dies aber ebenfalls bei der Verwendung von (png-)Grafiken nötig ist, spart man mit Vektor-PDFs in jedem Fall Arbeit.

Für iOS-Entwickler ist dieser Workaround enorm hilfreich und vor allem für das professionelle Arbeiten geeignet, denn das umständliche Abspeichern von mehreren Assets für iOS-Geräte entfällt. So können 75% Aufwand bei der Asset-Erstellung eingespart werden. Aus z.B. 320 Assets werden so insgesamt nur 80. Dadurch erhöht sich die Qualität im Projekt, die Realisationsgeschwindigkeit nimmt zu und das Design Management wird schlanker.

Kurzum, das neue Verfahren bietet viele Vorteile. Spätestens bei der Optimierung und dem mehrfachen Abspeichern derselben Grafik lohnt sich diese Technik. Leider wird dieses Verfahren im App-Design noch nicht von Android unterstützt. Doch das dürfte nur eine Frage der Zeit sein…

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