26. November 2014 15:01 von Felix Guder (Kommentare: 0)

UX-Pattern auf der Werkwoche

Im Rahmen der Werkwoche des Fachbereichs Gestaltung stellte Felix Guder seine Gedanken zu Systemen in der Gestaltung und der Arbeit mit Gestaltungsmuster den Studierenden vor. Er folgte einer Einladung von Professor. Kai Bergmann.

Die explodierende Anzahl von Kanälen, Applikationen und Plattformen erschwert ein zentrales Ziel der Gestaltung: die Wiedererkennbarkeit. Das Corporate Design zersplittert an den komplexen Anforderungen der digitalen Wirklichkeit. Insel- und Einzellösungen, begünstigt durch immer stärker fragmentierte Unternehmen, bestimmen das Bild. Für jedes Release ein neues Design, jedes Betriebssystem mit einer eigenen Interaktionslogik. Für die Adressaten ist der Zusammenhang kaum noch erkennbar. Auf der Suche nach Lösungen für dieses Dilemma, tauchen jetzt Gestaltungsmuster auf, die einen neuen systematischen und hoch effizienten Ansatz möglich machen.

Felix Guder stellte das Prinzip der Gestaltungsmuster und die tägliche Praxis vor. Im Zentrum standen die Möglichkeiten des Austauschs und der Zusammenarbeit zwischen Designern und den weiteren Stakeholdern der Produktentwicklung. Dass Wiederverwendung natürlich sinnvoll ist, war klar. Weitere Auswirkungen und Nebenwirkungen der Gestaltungsmuster wurden diskutiert.

Mit dem Statement: „Man hat ja dann auch wieder Zeit für das Neue“ wurde deutlich, dass Systeme in der Gestaltung nicht nur dazu genutzt werden, um Effizienz zu erreichen. Denn was in der täglichen Arbeit der Designer inzwischen fast immer auf der Strecke bleibt, ist die Suche nach dem Besonderen und der Emotion. Gestaltung ist auf dem besten Weg tatsächlich „unsichtbar“ zu werden, weil die Lösungen so einfach und selbstverständlich exakt die Wünsche und Bedürfnisse der Nutzer berücksichtigen, dass diese die Gestaltung nicht mehr wahrnehmen. Aber ist das wirklich das Ziel? Auch in dieser Diskussion wurde klar, dass modernes Design die Horizonterweiterung seiner Nutzer nicht aus den Augen verlieren darf.

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