02. Mai 2013 09:02 von Sinem Cansi (Kommentare: 0)

von Sinem Cansi
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Kreativität im KindesalterOb im Alltag oder im Beruf, tagtäglich werden wir aufgefordert unsere Kreativität einzusetzen. Kreativität bedeutet, mit Werkzeugen und verschiedenen Mitteln etwas Nützliches zu erschaffen. Um zum Beispiel neue Ideen für Storyboards zu planen, eine Webseite zu gestalten und kleine Aufgaben meistern, nutzen wir unsere Phantasie. Die meisten von uns bemerken häufig nicht, wann wir kreativ sind oder wie wir uns Kreativität aneignen können. Kreativität ist nicht nur in den typischen Bereichen wie Mode, Werbung, Design, Kunst oder Film erwünscht, Ideen werden heutzutage in allen Berufen von uns erwartet. Das Schöne ist: Sie steckt in jedem von uns – die Kreativität.

Mickey Mouse, Aladin und Schneewittchen. Kommen Ihnen diese Begriffe vertraut vor? Natürlich, denn wir kennen sie alle. Ich rede von unserer Kindheit. Wir malten, schnippelten und erfanden Phantasiespiele. Gedankensprünge, Einsatz von unermesslicher Phantasie und Neugier – der helle Kopf zum Ideenreichtum fängt in den Kinderjahren an. Die meisten von uns vergessen diese Momente nicht. Sie prägen uns ein Leben lang.

Doch leider entwickelt sich die Kreativität im Laufe des Lebens verschieden. Als wir Kinder waren, gab es für uns beim Austoben der Phantasien keine Grenzen. Irgendwann besucht man die Schule, fängt an zu arbeiten oder man studiert. Erziehungspläne, pädagogische gut gemeinte Konzepte, Regeln, Verordnungen und Vorgaben machen der Kreativität das Leben schwer. Man hat den Eindruck, dass die natürliche Gabe, die in jedem von uns steckt, von unserer Gesellschaft gefordert, aber nicht gefördert wird. Wie wichtig die Kreativität für jeden von uns ist und was wir genau darunter verstehen, wird im Folgenden genauer beleuchtet.

Was versteht man eigentlich unter Kreativität?

Befassen wir uns genauer mit der Definition von „Kreativität“, die für viele ganz unterschiedliche Bedeutungen hat. Häufig wird sie als eine Begabung definiert, Gedanken neu zu verknüpfen, offen zu sein und neue Wege zu bereiten. Den eigentlichen “kreativen Prozess” bezeichnet man als den “Träger”, mit dem Menschen neue Ideen entwickeln.

Wenn wir das Wort „Kreativität“ lesen oder hören, denken wir an Kunstfertigkeiten oder Begabungen, obwohl dieser Begriff sich nicht nur auf das Zeichnen oder Erfinden beschränkt. Denn unter diesem Begriff nehmen wir diverse Fähigkeiten und Begabungen wahr, die man mit Begrifflichkeiten wie Spürsinn, Einbildungskraft, Inspiration, Erfindungsgabe oder das produktive Denken und schöpferische Phantasie umschreibt. Diese Eigenschaften stecken in jedem von uns, auch wenn wir sie nicht immer einsetzen.

Definition

Der Begriff “Kreativität” stammt vom lateinischen Wort “creare” ab (zu Deutsch: “schaffen”, “gebären”, “erzeugen”). Interessant ist, dass alle Begriffe bedeutenderweise etwas mit starker Aktivität oder Anstrengung zu tun haben. Offenbar ist der Begriff etymologisch so geprägt, dass man für Kreativität schon früher etwas tun musste. Viele der Definitionen haben Gemeinsamkeiten, denn häufig werden Adjektive wie “neu”, “originell” oder “ungewöhnlich” verwendet. Eine gemeinsame und oft verwendete Definition ist, dass kreative Ideen sowohl neu als auch nützlich sind. Nachfolgend sind die wichtigen und zum Teil unterschiedlichen Definitionen aufgezeigt, um uns dem Begriff weiter zu nähern und ein Verständnis dafür zu entwickeln.

Definition nach nach Marc Runco

Runco (ehemaliger Präsident der amerikanischen Psychologen-Vereinigung) fasst kreatives Denken auf als...

[...] in terms of the cognitive processes that lead to an original (e.g., novel, unique, or highly unusual) and adaptive (e.g., fitting, useful, orapt) insight, idea, or solution.
(Runco, 1994)

Runco geht davon aus, dass jeder Mensch kreatives Potenzial besitzt. Die Merkmale persönlicher Kreativität nach Runco sind (Runco, 2007):

Interpretative Kapazität
Interpretative Kapazität ist das einzigartige Verständnis eines schöpferischen Individuums von einer Erfahrung. Da die Erfahrung einzigartig ist, ist sie originell.

Diskretion
Diskretion bedeutet das Bewusstsein darüber, wann es sinnvoll ist, eine unkonventionelle Interpretation zu formen und wann dies weniger sinnvoll ist.

Intentionalität
Intentionalität ist die Motivation, Anstrengungen zu unternehmen um sich eine eigene Erklärung zu bilden.

Definition nach Sternberg & Lubbart

Sternberg & Lubbart definieren Kreativität als...

[...] the ability to produce work that is both novel (i.e., original, unexpected) and appropriate (i.e., useful, adaptive concerning task constraints).
(Sternberg & Lubart, 1999)

Demnach beschreibt Kreativität die Fähigkeit, etwas zu erschaffen, das zugleich neuartig und angemessen ist. Angemessenheit ist hierbei mit Nützlichkeit oder Sinnhaftigkeit bezüglich der Rahmenbedingungen einer Aufgabe zu verstehen.

Definition nach nach Mihály Csíkszentmihályi

Kreativität ist jede Handlung, Idee oder Sache, die eine bestehende Domäne verändert oder eine bestehende Domäne in eine neue verwandelt. Und ein kreativer Mensch ist eine Person, deren Denken oder Handeln eine Domäne verändert oder eine neue Domäne begründet. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass eine Domäne nur durch die explizite oder implizite Zustimmung des dafür verantwortlichen Feldes verändert werden kann.
(Csikszentmihalyi, emeritierter Professor für Psychologie an der University of Chicago,1999)

Zusammenfassung

„Kreativität kommt von Technik, Intuition von Erfahrung.“
(Vivienne Westwood)

Grundsätzlich scheint es so, dass jeder kreativ ist, nur kommt es auch auf die Erfahrungen an, die man im Laufe des Lebens mit sich bringt. Man muss Feingefühl haben, wenn wir uns für eine Idee entscheiden. Ideen können und müssen auch einmal im Müll landen, falls diese nicht sinnvoll für ein bestimmtes Projekt sind. Sie helfen, die richtige Idee zu finden. Mit "Intentionalität" meint Runco, dass man sich für ein bestimmtes Ziel ausrichtet. Wer den inneren Antrieb nicht hat, kann nicht erwarten, dass aus den Wolken Geistesblitze regnen. Folglich muss erst das Bewusstsein und die Vorbedingungen geschaffen werden. Änhlich wie bei Runco, ist für Csíkszentmihályi wichtig, die innere Einigkeit zu entwickelten, um die kreative Handlung zuzulassen. Einstein war also nicht umsonst ein guter Wissenschaftler, wie sein Zitat belegt. Denn nur der "freie" Denker kann seine Gedanken sprudeln lassen. Wenn man immer den gleichen Weg geht, wie es zum Teil von der Gesellschaft erwartet wird, kann nichts Neues entstehen.

„Wenn man nicht gegen den Verstand verstößt, kann man überhaupt zu nichts kommen."
(Albert Einstein)

Es hängt offenbar von den Zuständen und richtigen Augenblicken ab, wann der Mensch schöpferisch ist und wann nicht. Der Psychologe Edward Hirt von der Indiana University Bloomington fand heraus, dass zum Beispiel gute Laune mehr Kreativität hervorruft. Dabei wurden Testpersonen mit Kurzfilmen in verschiedene Emotionen versetzt und anschließend der Ideenreichtum analysiert. Somit stellte man überraschenderweise fest, dass der positive Gemütszustand eine reichere Erfindungsgabe auslöst.

Warum ist man überhaupt kreativ?

Unumstritten ist, dass Kreativität offenbar immer in der Luft schwebt, und wir sie in vielen Bereichen des Lebens benötigen. Aber warum ist das so? Es hängt wohl mit dem menschlichen Belohnungssystem im Gehirn zusammen. Denn es geht uns nach jeder vollbrachten Lösung gut und wir tun alles für unser Wohlbefinden. Kreativität ist auch steigernd für die geistige Leistungsfähigkeit, weil man sich immer auf neue Dinge einstellen muss und das Gehirn angestrengt wird.

Ein Maler kann seine Stilrichtung verbessern, ein Musiker seine Fähigkeit ein Instrument zu spielen und ein Autor seine Fähigkeit unterschiedliche Szenarien und Geschichten zu entwerfen. Das alles benötigt sowohl Kreativität als auch geistige Kondition und hält so unser Gehirn fit. Doch das ist nicht alles, denn die Schöpferkraft bietet dazu noch einen positiven Nebeneffekt, durch die man persönliche Zufriedenheit und Erfolge erfahren kann. Dadurch wird das Leben positiver wahrgenommen. Man hat Freude daran, etwas zu meistern und zu gestalten. Zusätzlich kommt es unserem Bedürfnis nach Individualität entgegen. Durch unsere besonderen Fähigkeiten heben wir uns von anderen Menschen ab und erfahren so auch von außen Anerkennung.

kreative Gedanken

Zwei ausgewählte Bereiche der Kreativität

Kreativwirtschaft

Der Begriff der „Kreativwirtschaft“ ist relativ schwer zu fassen, da dieser in verschiedenen Sektoren wie Politik, Kultur und Wirtschaft wirkt und sich sehr dynamisch verhält. Hierüber gab es in der Vergangenheit ein vielfältiges Meinungsbild. Seit dem Jahr 2008 gibt es für Deutschland nun eine “offizielle” Definition der Wirtschafts- und Kultusministerkonferenz. Laut dieser Definition werden unter Kreativwirtschaft “diejenigen Kreativunternehmen erfasst, welche überwiegend erwerbswirtschaftlich orientiert sind und sich mit der Schaffung, Produktion, Verteilung und/oder medialen Verbreitung von kulturellen/kreativen Gütern und Dienstleistungen befassen.”

Nach H. Hoffman (1987) versteht man darunter die Fähigkeit des Menschen:

  • neue ökonomische, technische oder wissenschaftliche Abläufe und Verfahren zu entdecken
  • neue Produkte, Objekte und Subjekte zu finden und in den möglichen kommunikativen Zusammenhang einzuordnen,
  • Denkanstöße für die Schaffung der materiellen Voraussetzungen zu geben,
  • die logistische Versorgung von Produkten und Systemen festzulegen und
  • diese Produkte der menschlichen Kreativität in praktischen Erfolg umzusetzen.

Wissenschaftliche Ebene

In der Wissenschaft ist Kreativität eng mit dem Gewinnen neuer Einsichten in das Wirken der Natur, dem Erkennen noch unbekannter Gesetzesmäßigkeiten und Beziehungen, dem Erklären komplizierter Probleme und dem Lösen offener Fragen verbunden. Die erforderliche Denkweise zum Erreichen solcher Fortschritte wurde von Max Planck in seiner Autobiographie beschrieben: „Ein Wissenschaftler muss eine lebhafte intuitive Vorstellungskraft für neue Ideen haben, die nicht auf Deduktion beruht, sondern auf künstlerischem kreativen Vorstellen.“

Typisch für eine kreative Erkenntnis:

  • Die Expertise: Der kreative Geistesblitz setzt eine große Sachkundigkeit voraus.
  • Die Krise: Der kreativen Idee geht in der Regel eine längere Phase zielgerechter Arbeit voraus, die aber zu keinem Ergebnis führt.
  • Die Loslösung: Kreative Ideen stellen sich häufig in Situationen ein, die mit der gestellten Aufgabe nichts zu tun haben – entspannten Situationen wie einem Vollbad. Erst wenn man das Problem „losgelassen“ hat, kann sich ein kreativer Prozess entfalten.
  • Die Offenheit für das Neue: Kreativität fußt darauf, dass man alte Sichtweisen verlässt und neuartige Assoziationen zulässt.
  • Der Blitzcharakter: Kreative Ideen stellen sich blitzartig ein.

Geistesblitze sind vielen Wissenschaftlern suspekt. Sie bevorzugen systematisch-rationale Prozesse. „Es gibt keinen Zweifel daran, dass die Kreativität die bedeutendste menschliche Ressource ist. Ohne Kreativität gäbe es keinen Fortschritt, und wir würden immer wieder nur dieselben Muster wiederholen.“
(Edward de Bono)

Ohne Kreativität wäre wissenschaftlicher Fortschritt also gar nicht denkbar.

Umstände und Methoden, die Kreativität begünstigen

Viele Umstände zwingen uns, nach Lösungen zu suchen oder Dinge neu zu gestalten. Vor allem das Arbeitsleben ist ein Tummelplatz für Produktive geworden, die permanent Blitze schlagen. Hier werden ständig neue Projekte angestoßen wie z.B. im Bereich Design, Kommunikation oder Forschung. Kreativität ist auch ein Brennpunkt in Sachen strategische Planung eines Unternehmens, Lösen von faktischen Schwierigkeiten und Kundenthemen. Doch nicht immer ist es einfach‚ Problemlösungen sprudeln zu lassen. Geistesblitze zu produzieren muss aber nicht beschwerlich sein, denn man kann Kreativität auch trainieren. Im Folgenden werden einige Beispiele verschiedener Methoden genannt.

Brainstorming

Diese Methode wurde Ende der dreißiger Jahre vom Amerikaner Alex Osborn entwickelt und stellt eine Konferenztechnik dar, bei der eine Gruppe versucht, die Lösung eines Problems durch spontan hervorgebrachte Ideen zu finden.

Grundregeln des Brainstorming:
1. Keine Kritik
2. Ideen freien Lauf lassen
3. Quantität von Ideen
4. Kombinationen und Verbesserungen anstreben

Brainstorming-Charakteristika
1. Aufschieben der Bewertung von Ideen
2. Cross-Stimulation über die Teamarbeit

Synektik

Das Wort Synektik kommt aus dem Griechischen und bedeutet, dass das Ganze viel wichtiger ist als die Summe der einzelnen Teile. Synektik als kreative Problemlösungsmethode wurde von W. J. J. Gordon entwickelt. Die Methodik der Synektik sieht verschiedene Phasen vor, die man zur Schaffung ganz bestimmter mentaler Voraussetzungen benutzt, um schöpferisch aktiv zu werden. Damit sollen Informationen aus dem Unterbewusstsein ins Bewusstsein gehoben werden. Mit Hilfe der Analogiebildung soll eine schrittweise Verfremdung des anstehenden Problems erreicht werden. Dadurch gewinnt man sachlichen Abstand vom Problem und löst sich von bereits bekannten Lösungen oder Vorbildern.

Synektik-Ablaufschema:
1. Erklärung des Problems
2. Analyse des Problems und ihre Erklärung von Experten
3. Spontanreaktion
4. Niederschrift des Problems, so wie es von jedem Teammitglied verstanden wurde
5. Übereinstimmung des Teams zum Verständnis des Problems
6. Herausforderung: Fragen nach Analogien
7. Untersuchung möglicher Lösungen
8. Lösungen in Verbindung mit dem Problem bringen (force-fitting)
9. Anpassung neuer Gesichtspunkte zum bestehenden Problem

Attribute-Listing

Unter diesem Begriff ist sinngemäß "das Auflisten von charakteristischen Eigenschaften" eines Produktes oder einer Sache zu verstehen. Entwickelt wurde diese Kreativitätstechnik in den dreißiger-Jahren von R. P. Crawford. Bei dieser Methode werden die "Charakteristiken" (Attribute) eines Produktes oder Verfahrens aufgelistet, systematisch variiert und ihre veränderten Charakteristiken auf ihre praktische Brauchbarkeit und Anwendungsmöglichkeit hin geprüft.

Forced Relationship

Bei dieser Methode werden verschiedene Gegenstände, Produkte oder Ideen absichtlich miteinander zusammengebracht, um den Versuch zu machen, mit neuen Gesichtspunkten die zwangsweise hergestellte Verbindung auf neue Ideen hin zu untersuchen.

6-3-5 Methode

Die 6-3-5 Methode ist eine Kreativitätstechnik zum schriftlichen Sammeln von Ideen zur Problemlösung.
Das Konzept hinter der 6-3-5 Methode ist simpel:

  • 6 Personen
  • 3 Lösungsvorschläge
  • 5-mal weiterreichen

Jeder Teilnehmer erhält ein gleich großes Blatt, welches mit 3 Spalten und 6 Reihen in 18 Kästchen aufgeteil wird. Nach der Aufgabendefinition produziert jeder der sechs Teilnehmener drei Lösungsvorschläge innerhalb weniger Minuten und schreibt diese jeweils untereinander in ein Kästchen. Diese drei Vorschläge werden an den Nachbarn weitergegeben, der anhand der vorhandenen Vorschläge drei weitere Ideen entwickelt. Der Vorgang wird fünf Mal wiederholt. Während der Schreibphase wird nicht diskutiert oder kritisiert, sondern konzentriert selbstständig gearbeitet. Ein Vorteil der Methode liegt darin, dass man die Lösungsvorschläge der Teilnehmer aufgreifen und sich von den Ideen anregen lassen kann. Im Anschluss wird in der Gruppe über die Erfolg versprechenden Lösungsvorschläge diskutiert.

Idealzielprinzip

Hierbei wird im ersten Schritt eine ideale, von der Realität losgelöste Lösung formuliert, die dann schrittweise variiert und auf das reelle Problem abgebildet wird. Der Vorteil dieser Lösung ist die Loslösung von imaginären Lösungsbarrieren, da im ersten Schritt bewusst ein „unrealistisches“ Idealziel gewählt wird.

Morphologische Analyse

Diese Methode beschreibt die wichtigsten Parameter und deren Varianten eines Produktes, einer Tätigkeit oder einer Leistung und ordnet diese in einem Koordinatensystem an, um die Beziehungen der einzelnen Variablen systematisch untersuchen zu können. So kann schnell eine Reihe von Ideen mit Hilfe einer Matrix entwickelt werden.

Wertanalyse

Wertanalyse bedeutet ein kreativer Arbeitsprozess, ein systematisches Suchen nach bestehenden Fakten und möglichen Alternativen, um in jeder Stufe des Lebenszyklus eines Produktes oder einer Dienstleistung deren Kostenminimum zu erreichen, sei es bei der Konzeption als Kostenvermeidung im Voraus oder als Kostensenkungsanstrengung, wenn ein Produkt oder ein Verfahren bereits besteht.

Teamwork

Was die ideenreiche Zusammenarbeit im Team betrifft, sind in Unternehmen Brainstorming-Methoden beliebt, welche aber nicht immer funktionieren: Ziel ist es, von vielen Personen Ideen zu sammeln mit der Wahrscheinlichkeit, dass darunter mindestens eine gute zu entdecken ist. Jedoch wurde nicht immer das erreicht, was man sich erhofft hat. Interessant ist: Studien haben herausgefunden, dass in Gruppen weniger Ideen entwickelt werden, als von Menschen, die alleine nachdachten. Gruppenarbeiten sind häufig von Leistungsdruck, Hierarchien oder Politik geprägt und kommen daher oft zu unbefriedigenden Ergebnissen. Jeder muss selbst herausfinden, welche Methoden für ihn am effektivsten sind. Also wäre es zum Beispiel für Brainstorming-Muffel am besten, wenn sie zunächst alleine nach genialen Lösungen suchen und zu guter Letzt sich mit dem Team austauschen.

„Man muss nicht nur mehr Ideen haben als andere, sondern auch die Fähigkeit besitzen, zu entscheiden, welche dieser Ideen gut sind.“
(Linus Carl Pauling)

Der Nutzen von Kreativitätstechniken

Wir wissen nun, dass Kreativität erlernbar ist und haben bekannte Techniken anschaulich gemacht. Doch was haben wir davon, diese Methoden zu nutzen?

Kreativitätstechniken...
► ermöglichen wirklich neue Ideen und das Verlassen bestehender Denkpfade
► ermöglichen eine Vielzahl an Ideen in sehr kurzer Zeit
► bieten Hilfestellungen, den Ideenfluss immer wieder in Gang zu bringen
► können die Richtung, in die sich Ideen entwickeln, beeinflussen und steuern.

„Jeder Mensch ist von Gelegenheiten umgeben. Aber diese existieren erst, wenn er sie erkannt hat. Und er erkennt sie nur, wenn er nach ihnen sucht.”
(Edward de Bono)

Fazit

Aus dieser Arbeit ziehe ich für mich persönlich den Schluss, dass Kreativität eine immer wichtigere Rolle in unserem Leben spielt. Sie sorgt für Zufriedenheit und hilft, gesellschaftliche Probleme zu lösen. Auch wenn es uns manchmal schwer fällt gute Ideen zu entwickeln, ist Kreativität erlernbar und man kann sie fördern. Das Fundament für die Kreativität eines Menschen bauen wir mit Beginn der Kindheit auf und sind in jungen Jahren aufgeschlossener, geistig beweglicher und risikofreudiger als ältere Menschen. Wer aber einmal kreativ ist, bleibt es auch – ein Leben lang und bis ins hohe Alter.

 

Quellen:

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