14. November 2014 13:20 von Jens Bothmer (Kommentare: 4)

Obwohl der weltweite Tablet-Absatz nicht mehr so stark wächst wie früher, sondern laut IDC "nur noch" bei 19,3% liegt, ist das immer noch eine großartige Wachstumsrate. Im Jahr 2014 werden insgesamt rund 260 Millionen Geräte seit der Einführung des Tablets weltweit verkauft sein. Der Löwenanteil davon wurde bisher von den Konsumenten erworben. Doch das ändert sich. Nachdem das Tablet für Konsumenten eingeführt wurde, werden die Unternehmen quasi dazu gezwungen auf den weltweiten Trend aufzuspringen. BYOD oder Bring your own device ist hier als ein Stichwort zu nennen.

Mit anderen Worten: Die Mitarbeiter bringen ihre eigenen Geräte mit in das Unternehmen, haben Erfolg damit und werden an die Unternehmens-IT angebunden. E-Mail ist da nur der Anfang. Laut Prognosen werden Unternehmen massiv in Tablet-Computer investieren, weil ihr Einsatz – gerade im Vertrieb und der Kommunikation – mehrere Vorteile mit sich bringt. So soll der Anteil der Unternehmens-Tablets von heute 11% bis 2018 auf 18% steigen.  

Vorreiter sind zum Beispiel deutsche Pharma-Unternehmen, deren Vertriebsmitarbeiter heute schon zu 50% mit Tablets unterwegs sind. Die Gründe dafür kennen wir alle aus dem privaten Umfeld: Fotos, Videos, Audio, Animationen, 3D oder Geo-Daten nutzen wir als Selbstverständlichkeit auf unseren mobilen Endgeräten. Daher ist es nur plausibel, dass gerade innovative Unternehmen in einem turbulenten Wettbewerbsumfeld diese neuen Möglichkeiten für ihre erklärungsbedürftigen Produkte nutzen, um sich abzugrenzen. (siehe Kasten)

10 Gründe für den Einsatz von Tablets im Vertrieb

  1. Distanz zum Kunden verkürzen
  2. Präsentation ohne Zeitverlust starten
  3. Persönliche Atmosphäre ohne Barrieren herstellen
  4. Präsentationsstil und Inhalte für Zielgruppen individualisieren
  5. Bequem mit Technik und Inhalten umgehen
  6. Produkte, Anwendungen und Lösungen jederzeit präsentieren
  7. Beratungsgespräch mit Video, Audio, Animationen bereichern
  8. Produkterfahrung medial erhöhen
  9. Verkaufsgespräche überzeugender inszenieren
  10. Markenerlebnisse optimal vermitteln

 

Auch Finanzdienstleister haben diese Chancen erkannt. Für sie gibt es aufgrund des Wettbewerbs und der Erklärungsbedürftigkeit ihrer Produkte beste Anwendungsbedingungen für Verkaufsgespräche mit Tablets. Ein großer Vertreter der Branche in Deutschland hat seinen Vertrieb mit 12.000 Geräten ausgestattet und profitiert davon, einfache Berechnungen und komplexe Inhalte im persönlichen Gespräch kundengerecht aufbereitet und markenkonform zu präsentieren. Gerade Vertriebsmitarbeiter wollen flexibel auf die Informationsbedürfnisse ihrer Kunden reagieren und Mitarbeiter aus Unternehmen, die bereits Tablets im Einsatz haben, bestätigen den positiven Einsatz für ihre Arbeit. Besonders das nicht-lineare Präsentieren wird sehr geschätzt und von den Kunden gut angenommen. Präsentationen und Verkaufsgespräche werden interessanter, sind intensiver und der Inhalt wird überzeugender dargestellt. Kurzum: Die Effektivität im Vertrieb steigt.

Kein Wunder, dass im Markt der Präsentations-Apps viele Player eingestiegen sind. Die großen Systeme wie SAP stellen Frameworks bereit, aber auch der Mittelstand hat aufgerüstet. Doch die Begeisterung für die Verbesserungen im Vertrieb sind nicht ungetrübt: Hohe Kosten bei der Erstellung der Inhalte. Aufwändige Maintenance durch die IT-Abteilungen. Und häufige Probleme mit den Inhalten, die den Vertriebsmitarbeiter oft sehr stark einschränken. Zudem warnen kritische Stimmen aus Unternehmen davor, dass die unternehmensinterne Anzahl der Apps derart steigt, dass diese nicht mehr von der hauseigenen IT-Abteilung abgewickelt werden kann (siehe auch den Iconstorm Artikel Raus aus "Wartungshölle" und "Design-Chaos"). Die Anzahl mobiler Unternehmenslösungen steigt in 2015 von 12 auf durchschnittlich 17 Applikationen pro Unternehmen. Damit übersteigt das aufzubauende Knowhow die Möglichkeiten der Unternehmen. Android, iOS, Blackberry oder Windows in den jeweiligen App-Stores und die schnellen Versionssprünge machen den Einsatz aufwendig und teuer. Eine One-Device-Strategie ist dabei häufig aus Kostengründen gerade für Mittelständler schwer durchzuführen.

Doch was ist zu tun, um Tablet-Trend zu profitieren?

Die Technik ist entscheidend und die IT-Abteilung muss mit ins Boot. Deshalb sollten Unternehmen nicht auf proprietäre Einzellösungen setzen, sondern müssen sich auf die Inhalte ihrer Leistungen und Produkte konzentrieren, in denen sie Marktführer sind. Dazu gehört in der Regel nicht die App-Entwicklung! Diese sollte man Profis überlassen. So nutzt Iconstorm eine Lösung, in denen Präsentationen, Berechnungen oder beispielsweise multimediale Inhalte wie Video oder 3D-Animationen über Redaktionssysteme via App auf Tablets übertragen werden können. Das funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie die Menschen im Kinofilm Stargate durch sogenannte Wurmlöcher zu Toren auf fremden Planeten reisen. Im Fall der Präsentations-App wird ein Wurmloch von der IT-Abteilung über das Marketing zum Vertrieb aufgebaut, ohne dass die App aktualisiert werden muss. Nur der Inhalt – also die Präsentation – wird erneuert. Dadurch werden Kosten gespart, weil die App nur einmal über den App-Store ausgeliefert werden muss und so wie das Tor in Stargate funktioniert.

Das einfach zu bedienende Redaktionssystem im Hintergrund sorgt anschließend für die mediengerechte Darstellung und Aktualität der Inhalte. Dabei können eine oder gleich mehrere Präsentationen auf dem aktuellen Stand gehalten werden – je nach Anforderungen. Über den Zeitpunkt eines Updates entscheidet das Unternehmen dann selbst und nicht der App-Storebetreiber. Interessant bei diesem App-System ist, dass es plattformunabhängig genutzt werden kann und die Aufbereitung der Inhalte multidimensional geschieht. Also ganz gleich welches Betriebssystem oder welche Geräte eingesetzt werden, ob extern oder intern gehostet werden soll, die Informationen über Produkte oder Unternehmen werden mit geringstem Aufwand markengerecht präsentiert und an 15 oder auch 10.000 Mitarbeiter per Knopfdruck ausgeliefert. 

Bei Fragen und Möglichkeiten zu Präsentations-Apps steht Jens Bothmer von Iconstorm gern jederzeit zur Verfügung.

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Kommentar von Ruppert | 06.05.2015

Vielen Dank für diesen informativen Artikel, dem ich nur voll zustimmen kann. Vertriebsapps sind im Kommen. Ich selbst habe im Kundengespräch nur noch mein Tablet dabei. Alle nötigen Unterlagen und Präsentationen habe ich in einer App vereint immer mit mir.

Kommentar von Johanna | 28.01.2016

Viele Unternehmen sehen sich konfrontiert mit der Mobilisierung der Vertriebs-Welt. Es reicht mittlerweile nicht mehr nur eine App zu haben, denn das bietet schon fast jeder. Entscheidender werden Werte wie Kunden-Zufriedenheit, Schnelligkeit und Einfachheit . Auch das Unternehmen TROIKA brauchte eine Vertriebs-App für seine Mitarbeiter, die gleichzeitig aber auch von privaten Käufern genutzt werden kann und die das eigene Sortiment offline darstellt und verwaltet. Aus der Maße sticht die App, meiner Meinung nach, wegen des schlichten und ansprechenden Designs.
Hier gibt es mehr zur App: http://www.flyacts.com/troika-mobile-vertriebs-app-fuer-unkompliziertes-shopping

Was sagt ihr zu der App? Also ich find sie klasse :)

Liebe Grüße,
Johanna

Kommentar von Nico | 28.07.2016

Auch ich fand dies einen sehr spannenden Artikel. Vor allem in Bezug auf die 10 Gründe für den Einsatz von Tablets im Vertrieb. Wir sehen das 1:1 gleich und haben daher die Vertriebs App genau auf die Bedürfnisse (Plug and Play) auf den Direktvertrieb ausgerichet. Mehr Infos: https://www.facilityworld.com/vertriebs-app

Kommentar von Lea | 14.05.2017

Auch ich kann den Artikel nur zustimmen. Was jedoch auch sehr wichtig ist und viele App Entwickler vernachlässigen ist, die Schulung. Besonders im Vertrieb sind meistens Leute dabei, ein paar Jahre auf dem Buckel haben - mit anderen Worten: Diese kennen sich mit Tablets und Co kaum aus.